CO2-Pipeline durch Regensburg könnte schneller kommen als erwartet
Die potentielle neue Bundesregierung will das Thema CO2-Abscheidung vorantreiben und entsprechenden Bauvorhaben „überragendes öffentliches Interesse“ einräumen, sie so beschleunigen und Einflussmöglichkeiten schwächen. Die Informationslage bei der Stadt Regensburg, durch die ein Hauptstrang der CO2-Pipeline laufen soll, ist dennoch dünn.
In Regensburg wendet sich vor allem Greenpeace regelmäßig gegen die geplante CO2-Pipeline. Vor allem fordert die Organisation eine breitere Information der Öffentlichkeit. Foto: privat
113.000 Kilometer quer durch Europa soll es haben – das Pipelinenetz für Kohlendioxid, das bei der Produktion in Industriebetrieben anfällt, dort durch eigene Anlagen abgeschieden und dann an die Küsten transportiert werden und dann in Gesteinsschichten im Meeresboden verpresst werden soll. Bekannt ist die Technologie unter dem Stichwort CCS (Carbon Capture an Storage).
So soll der Kohlendioxidausstoß in die Atmosphäre verringert und der Klimawandel gebremst werden. Bis zu 40 Prozent der industriell verursachten CO2-Emissionen sollen mittels CCS gespeichert werden – zwischen 34 und 70 Millionen Tonnen. So der Plan. 1.100 Kilometer des Pipelinenetzes sollen dabei auch durch Bayern verlaufen. Das fordert unter anderem die „Vereinigung der bayerischen Wirtschaft“ (vbw). Auch Regensburg wäre betroffen.