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Beiträge mit Tag ‘Bauen’

Bereits Anfang Mai ist das „Immobilien Zentrum Regensburg“ mit seinen derzeitigen Bebauungsplänen für den Unteren Wöhrd an die Öffentlichkeit gegangen. Die entsprechende Pressemitteilung des Unternehmens erschien im Originalwortlaut als ganzseitiger redaktioneller Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung. Kaum einen Monat später wurden nun auch die Regensburger Stadträte offiziell über das Ergebnis des Wettbewerbs für den Unteren Wöhrd in Kenntnis gesetzt. Stadtrat Günther Riepl (Freie Wähler) übte dabei erneut scharfe Kritik an den Modalitäten des Verkaufs des ehemals städtischen Grundstücks an das „Immobilien Zentrum“.

Bereits seit 2008 nimmt das Unternehmen Reservierungen für dort geplante Wohneinheiten entgegen. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch nicht einmal einen Stadtratsbeschluss über den Verkauf der städtischen Fläche. Der Verkaufsprospekt entsprach weder den Vorstellungen der Stadt, noch dem jetzt veröffentlichten Wettbewerbsergebnis. Im Immobilien Zentrum scheint man sich seiner Sache dennoch ziemlich sicher gewesen zu sein.

Wie berichtet, hatte das Bauunternehmen im März 2009 den Zuschlag für das 5.300 Quadratmeter große Grundstück in nichtöffentlicher Sitzung erhalten – zu dem eher niedrigen Preis von gut 500 Euro pro Quadratmeter. Die Stadt beteiligt sich zudem mit einem fünfstelligen Betrag an dem jetzt abgeschlossenen Architektenwettbewerb des Bauträgers und steht für die eventuelle Entsorgung von Altlasten, archäologische Untersuchungen und Abbrucharbeiten gerade. Auf eine öffentliche Ausschreibung wurde – unter Berufung auf ein Vorkaufsrecht des Immobilien Zentrums und trotz zahlreicher potentieller Interessenten – verzichtet.

Günther Riepl: Stadt verschenkt Geld zugunsten des Investors.

Günther Riepl: Stadt verschenkt Geld zugunsten des Investors.

„Der Investor ist bislang weder in Besitz des Grundstücks, noch hat er dieses Vorkaufsrecht“, kritisierte Riepl. Durch den Verzicht auf eine Ausschreibung habe die Stadt einen „Riesenbetrag“ verschenkt. „Mit solchen Beschlüssen schafft die Stadt Spekulationsgewinne für den Investor.“

SPD und CSU quittierten Riepls Kritik mit weitgehendem Schweigen. Lediglich CSU-Fraktionschef Christian Schlegl warf Riepl indirekt vor, aus reinem Eigeninteresse zu handeln. „Sie können sich jederzeit beim Investor darüber informieren, ob jemand selbst einen Planungsauftrag wollte, den nicht bekommen hat und sich jetzt über Spekulationsgewinne beschwert“, warf Schlegl in den Raum. Im Namen der CSU-Fraktion nahm er den aktuellen Entwurf des Immobilien Zentrums „sehr wohlwollend“ zur Kenntnis.

Der aktuelle Entwurf sieht den Bau von drei Stadtvillen, acht Stadt- und vier Doppelhäusern sowie zwei Dreispännern vor. Insgesamt sollen auf einer Grundstücksfläche von knapp 4.500 Quadratmetern 17 Wohneinheiten entstehen. „Ob das so zur Ausführung kommt oder nicht, ist noch nicht sicher“, so Oberbürgermeister Hans Schaidinger. Derzeit gebe es darüber noch Gespräche mit dem Immobilien Zentrum.

Christian Schlegl unterstellt Riepl persönliche Interessen.

Christian Schlegl unterstellt Riepl persönliche Interessen.

Kritik von Freien Wählern, Grünen und Linken daran, dass es keinen Bebauungsplan gebe, wies Schaidinger zurück. Einen solchen könne es erst geben, wenn der Hochwasserschutz am Unteren Wöhrd fertig gestellt sei. Das wisse jeder, der sich informiere. Wer vor diesem Hintergrund dennoch einen Bebauungsplan fordere sei ein „Architekt des Stillstands“. „Wir handeln nach dem Prinzip: Hoffentlich passiert möglichst viel und wie können wir es ermöglichen“, so Schaidinger.

Tatsächlich konnte die Stadtspitze einen Bürgerentscheid gegen eine Bebauung am Wöhrd 1999 nur deshalb abwenden, weil den Bürgern ein Bebauungsplan versprochen wurde. Mit der bevorstehenden Bebauung der ehemals städtischen Fläche durch das Immobilien Zentrum wird dieses Versprechen zum wiederholten Mal gebrochen.

Mittlerweile hat das Immobilien Zentrum potentielle Käufer, die zum Teil vor über zwei Jahren Wohneinheiten am Unteren Wöhrd reserviert hatten, angeschrieben. Die Reservierungsgebühr von 2.500 Euro soll demnach zurückerstattet, die Reservierung gelöst werden. Damit reagiere man auf die Kritik, die Reservierer gegenüber regensburg-digital.de geäußert hatten.

Amaro-Land bald abgebrannt?

Nun also doch: Der mittelalterliche Stadtgraben am Petersweg soll zugebaut werden. Die Stadt in Person von Planungsreferentin Christine Schimpfermann steht offenbar voll und ganz hinter den Plänen der Astaller Wohnbau GmbH, die dort ein vierstöckiges Gebäude errichten will.Dementgegen steht die ablehnende Haltung des Gestaltungsbeirats, der Widerspruch von lokalen Denkmalschützern und der immer breitere Zuspruch, den […]

Ganghofer-Siedlung: Protestler bleiben hartnäckig

Die „Revitalisierung“ der Ganghofer-Siedlung ist in vollem Gange. Schritt für Schritt werden seit knapp drei Jahren Gebäude in dem Regensburger Stadtviertel entmietet, saniert oder abgerissen. Erste „Neubewohner“ ziehen in die ersten sanierten Gebäude. Dass das Viertel nach Fertigstellung als Erfolgsprojekt gefeiert werden wird, darf als sicher gelten. Dass viele der bisherigen Bewohner von diesem Erfolg […]

Filetgrundstück Unterer Wöhrd: Wie die Stadt ihr Tafelsilber verschleudert

In der Donauaue am Unteren Wöhrd steht eine weitere Bebauung offenbar kurz bevor. Für das städtische Filetgrundstück mit historischem Baustadel hat das „Immobilienzentrum Regensburg” kürzlich das Ergebnis des dafür ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs öffentlich gemacht. Neun, auf Stelzen stehende so genannte „Punkthäuser” sollen nun dort gebaut werden.

Der Mut des Baulöwen

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Geschmacksfrage: Koalition widerspricht Schaidinger

Die Hände blieben unten. Bei der Abstimmung über einen neuen Quartiersplatz an der Holzgartenstraße versagte die Koalition dem Oberbürgermeister am Dienstag die Zustimmung. Die Gestaltung des 2.600 Quadratmeter großen Platzes – Kostenpunkt: 640.000 Euro – stieß bei allen Parteien auf einhellige Ablehnung. Während Jürgen Huber eine künstlerische Komponente vermisst, bezeichnet Günther Riepl (Freie Wähler) den […]

Stadtkeller eingestürzt

Jetzt ist es passiert. Bereits seit Jahren verfiel der historische Stadtkeller am Galgenberg zusehends. Die nicht gerade erschütterungsarmen Bauarbeiten am Nachbargrundstück werden auch das ihre getan haben: Am Donnerstag ist ein Großteil des Gebäudes zusammengekracht. Bei einem angrenzenden Gebäude wurde dabei der Dachstuhl angehoben. Es darf nicht mehr betreten werden: Einsturzgefahr! Auch die Stromzufuhr wurde […]

Geheimer Millionen-Deal! Filetgrundstück verschleudert?

Allem Optimismus zum Trotz: Die Wirtschaftskrise hat Regensburg spürbar getroffen. Das Geld ist knapp. Vor diesem Hintergrund sollte man meinen, dass die Stadt über jeden zusätzlichen Euro in der Kasse froh wäre. Eigentlich. Bei einem Grundstücksgeschäft, das in Regensburg vergangenes Jahr über die Bühne gegangen ist, scheint das nämlich nicht die Leitlinie gewesen zu sein. Dabei handelt es sich um ein wahres Filetstück: Direkt an der Donau gelegen, ruhig, idyllisch und dennoch in Fußreichweite zum Welterbe – eine begehrte und gut verkäufliche Lage für Immobilien, deren Preise in Regensburg von Jahr zu Jahr steigen. Das Grundstück dagegen war offenbar zum Schnäppchenpreis zu haben. Nicht für jeden, aber für manche.

Sorgfältige Einfalt

Was so ein buntes Haus nicht alles auslösen kann. Nach dem anfänglichen Holzhammer – der Forderung die Fassaden zu überstreichen – setzt die Stadt jetzt auf „Sorgfalt“: Der Gestaltungsbeirat muss sich mit dem Farbklecks im Stadtnorden beschäftigen. Das Bauordnungsamt ist nicht mehr zuständig. Das ist auch gut so. Sollte die städtische Behörde in dieser Diskussion […]

Lustiger Durchschnitt und durchschnittliche Unlust

Schlimm, schlimm. Da kommt unsere Redaktion nach nicht einmal zweiwöchiger Klausur nach Regensburg zurück und unterdessen ist die Stadt (wieder einmal) zur bundesweiten Lachnummer avanciert. Es geht – Sie ahnen es vermutlich bereits – um das bunte Haus des Malermeisters Rebl in Steinweg. Bis ins ZDF hat es der Kunstverstand des Regensburger Bauordnungsamts zwischenzeitlich geschafft. […]

46 Millionen für ein neues Rathaus

Ein wirtschaftliches Millionengrab:
PPP-Projekt Verwaltungszentrum

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Galgenberg: Grün weicht Beton

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„Aus dem Häuschen! Marsch, marsch …”

Ganghofersiedlung – vom Ausverkauf eines Stadtviertels. „Der Oberbürgermeister ist nicht dazu da, Idyllen zu erhalten, sondern Wohnraum zu schaffen“, lautete die Antwort von Hans Schaidinger auf Fragen des Vereins „Interessengemeinschaft Ganghofersiedlung e.V.“. Der hatte sich gegründet, um das gewachsene Stadtviertel vor dem Ausverkauf zu retten. Die Angst geht um im Geviert von der Ludwig-Thoma- bis […]

 
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