Neues Ganztagskonzept für Regensburger VMG vorerst vom Tisch: Alternativvorschlag wird geprüft
Nach einer Abendsitzung des Schulforums am Von-Müller-Gymnasium wurde die für heute terminierte Sitzung des Bildungsausschusses abgesagt. Nun soll ein Alternativvorschlag der Schule für das Ganztageskonzept geprüft werden.
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Das VMG ist das einzige Gymnasium in Regensburg in städtischer Trägerschaft. Foto: Stadt Regensburg
Der Elternprotest am Regensburger Von-Müller-Gymnasium gegen das neue Ganztageskonzept hat gewirkt. Eine für heute anberaumte Sitzung, bei der insbesondere die Umstellung der Hausaufgabenbetreuung beschlossen werden sollte, wurde abgesagt. Nun soll ein Alternativvorschlag geprüft werden, die die Schule bei einem Treffen am Dienstagabend vorgelegt hat.
Die Stadt Regensburg hatte die geplante Umstellung des Ganztageskonzepts vor allem mit dem Mangel an Lehrkräften im Zuge der Wiedereinführung des G9 begründet, aber auch mit der „besonders angespannten Haushaltslage“. Der Einsatz von Lehrkräften in der Nachmittagsbetreuung werde zudem durch den Freistaat nicht bezuschusst, anders sei dies, wenn ein Freier Träger – mit Sozialpädagogen – dies übernehme.
Stadt argumentierte mit Lehrkräftemangel
Auch fürchtet man bei der Stadt, dass das städtische Gymnasium bei der bayernweiten Suche nach zusätzlichen Lehrkräften in Konkurrenz mit den staatlichen Gymnasien das Nachsehen haben könnte. Bayernweit werden laut aktuellen Schätzungen zwischen 1.100 und 1.300 zusätzliche Lehrkräfte benötigt. Um von einem staatlichen auf ein kommunales Gymnasium wechseln zu können, brauchen die betroffenen Lehrkräfte eine Freigabeerklärung durch den Freistaat.
Der Elternbeirat hatte hingegen von einem seit 2015 bestehendem „Leuchtturmprojekt“ gesprochen, das mit der geplanten Umstellung beerdigt werde. Das bisherige Konzept gewährleiste eine fachkundige Betreuung durch vollausgebildete Lehrkräfte, stärke die Schulfamilie und fördere „Chancen- und Bildungsgerechtigkeit für alle Schüler“, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Eine Petition für den Erhalt des bisherigen Konzepts wurde über 300 Mal unterschrieben.
Umschichtung statt Umstellung?
Das Bildungsreferat hatte zunächst mit Nachbesserungen an der Beschlussvorlage auf die Kritik reagiert. Am gestrigen Abend einigten sich laut einer aktuellen Pressemitteilung nun „die Mitglieder des Bildungsausschusses und die Bildungsreferentin einvernehmlich“ darauf, einen Alternativvorschlag der Schule zur Umsetzung des Ganztagskonzepts zu prüfen.
Dieses Konzept sieht dem Vernehmen nach Umschichtungen beim Stundenkontingent der Lehrkräfte am VMG vor, um die Nachmittagsbetreuung durch diese ohne größeren Mehraufwand zu gewährleisten. Nach bisherigen Aussagen der Stadt wären dafür sieben zusätzliche Lehrkräfte notwendig gewesen.
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Potzblitz
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Was da wohl alles gelogen ist? Und immer sind „ die anderen schuld“ : aktuell der frühere Bildungsteferent Hage und der Schulleiter Krottenthaler. Die Arbeitskreise und Arbeitsgruppen am Nachmittag könnten gern Sozialpädagogen machen, aber nicht die so hoch gelobten Zwik-Stunden. Bei absoluter freiwilligkeit für OGS werden die schülerzahlen noch weiter sinken.