Eine ungewöhnliche Spende
Dass eine Spende von 5.000 Euro für den Wolbergs-Wahlkampf unzulässig war, will ein mitverantwortlicher Geschäftsführer von Sontowski & Partner bereits früh erkannt haben. „Das hätte ich unterbinden müssen“, sagt er am Freitag vor Gericht. Stichhaltige Belege, dass Joachim Wolbergs davon wusste, fehlen aber.
Auch wenn 5.000 Euro fast lächerlich erscheinen, angesichts der Summen, die Bauträger für den Regensburger Kommunalwahlkampf 2014 SPD und CSU zukommen ließen – für die Erlanger Projektentwicklungsgesellschaft Sontowski & Partner (S&P) war es eine durchaus ungewöhnliche Spende, die zum 20. März 2014, kurz vor der Stichwahl zwischen Joachim Wolbergs und seinem Kontrahenten Christian Schlegl, auf das Konto des SPD-Ortsvereins Stadtsüden überwiesen wurde. Das wird am Freitagvormittag recht rasch deutlich, als der Zeuge Matthias H. vor der 5. Strafkammer des Landgerichts Regensburg vernommen wird.