Jetzt haben wir den Salat. Das, wovor das Bauordnungsamt so nachhaltig gewarnt hat, ist eingetreten: Das Rebl-Haus hat erste Nachahmer gefunden. Klare „Verstöße gegen anerkannte Gestaltungsprinzipien”, die einer „optischen Lärmbelästigung” gleichkommen finden sich an ersten Regensburger Bäumen. Die „unsensible Disharmonie von Fassaden- und Farbgestaltung” ist deutlich wiederzuerkennen. Handelt es sich bei diesem „buntesten Starenhäuschen Bayerns” um eine unerlaubte Werbeanlage? Wird Sondernutzungsgebühr fällig? Oder ist das gar ein Fall für den Gestaltungsbeirat?
Die Stadtverwaltung war über diesen dreisten Vorstoß offenbar nicht informiert. Das Schlimme: Die Ankunft der Stare steht erst noch bevor, Baurecht geht bekanntermaßen vor Baumrecht und für eine Bürgerbefragung fehlt der Stadt das Geld. Die Folge: Eine weitere Ausbreitung der „Unlust verbreitenden” Häuschen über das gesamte Stadtgebiet droht.
Fotos: Regensburger Kulturreverrat