„Neun Hanauer Gesichter und eines aus Regensburg.“ Mit diesen Worten ist die am Samstag gestartete Ausstellung im Colosseum in Stadtamhof überschrieben. Derya Saraçoğlu verarbeitet damit ihren eigenen Verlust. Ihr Freund und Schwager Fatih Saraçoğlu ist eine von neun Personen, die am 19. Januar 2020 von einem rechtsextremistischen Attentäter aus rassistischen Motiven in Hanau ermordet wurden.
Derya Saraçoğlu vor dem Porträt ihres Schwagers. Foto: Herbert Baumgärtner
„Die Ausstellung soll aber auch zum Austausch anregen“, sagt Derya Saraçoğlu. Sie wolle Bewusstsein schaffen und aufzeigen, dass Hanau durch die Tat fortan eng mit Regensburg verbunden sei.
Fatih Saraçoğlu wuchs in Regensburg auf, ging hier zur Schule, verbrachte seine Jugend in der Stadt. Er machte eine Ausbildung und träumte nebenbei von einer Karriere als Boxer. Talent dafür hatte er. Schließlich wollte er mit seiner Partnerin in Hanau neu anfangen. 2017 zogen sie in die hessische Stadt.
Was für das Kaufhof-Gebäude in der Altstadt gilt, muss noch lange nicht für ein Einkaufszentrum in Burgweinting gelten. Und was einem Gerhard Ludwig Müller erlaubt ist, gilt noch längst nicht für andere Bischöfe.
Das Kultur-Gut Horsch in Schwetzendorf steht für Konzerte, Theater und Ausstellungen. Doch am Samstag hat man Ken Jebsen zu Gast, bekannt für Verschwörungsgeraune und antisemitische Aussagen. Kein Einzelfall.
Die Fraktionsprivilegien sollen die ehrenamtliche Arbeit im Stadtrat stärken; seit dieser Periode greifen sie bereits ab zwei Stadträten. So sagt es OB Thomas Burger. Doch just zwei größere Oppositionsfraktionen warten seit Monaten darauf, ein Büro für diese Arbeit zu bekommen.
Ein Jahr und zwei Monate, ausgesetzt zur Bewährung, fordert die Staatsanwaltschaft im Prozess um mögliche Abzocke bei der Vermittlung von Handwerkerleistungen. Die Vorwürfe sind im Lauf des Prozesses stark zusammengeschrumpft.
Von 9. bis 11. September 2026 findet eine Tagung an der Uni Regensburg und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg statt. Sie bringt Psychologie, Geschichtswissenschaft und Erinnerungskultur zusammen. Die Wissenschaftlerinnen zeigen, wie sie Gehorsam erforschen. Historikerinnen und Psychologinnen stellen sich dabei dieselbe Frage: Warum gehorchen Menschen – trotz grausamer Befehle?
Anwohner der Nicolaus-Gallus-Straße begehren auf, weil ihre gepflasterte Straße asphaltiert werden soll. Sie pochen auf die klimatischen Auswirkungen durch Versickerung. Eine solche finde schon jetzt kaum statt, sagt die Stadt und verweist auf die hohen Kosten.
Ob nun bei der Anklage gegen die frühere Tafel-Chefin oder den Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts bei der Regierung – manchmal dauert es einfach etwas länger. Lange gedauert hat es auch bis der AfD-Abgeordnete Nolte vom Verfassungsschutz überwacht wurde und ich bin gespannt, wie lange es dauert, die charmanten Zimmer einer WG am Fischmarkt zu vermieten.
„Mehr ein abgehalftertes Finanzprodukt als ein schönes Nahversorgungs- oder Stadtteilzentrum.“ So nennt Stadtrat Jakob Friedl das BUZ in Burgweinting. Ein Besuch vor Ort zeigt: er hat recht. Dabei machte ein Investor vor über zwei Jahren große Versprechungen.
Bis Dezember sollte ein 82-Jähriger nach einem Wechsel zur Telekom auf seinen Glasfaseranschluss warten – obwohl der zuvor schon Jahre funktionierte und alle Leitungen da waren. Plötzlich ging es dann doch ganz schnell.
Eine Mehrheit im Stadtrat hätte OB Thomas Burger gehabt. Dennoch wurde der Beschluss über die neue Sondernutzungssatzung auf September vertagt. Es bestehe Abstimmungsbedarf. Gastronomen hatten Kritik an der geplanten Gebührenerhöhung geübt.
„Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben“, ist der wohl bekannteste Satz des Drachen Tabaluga. Und etwas kindlich wirkt es auch, wenn Gloria von Thurn und Taxis Tabaluga-Schöpfer Peter Maffay imitiert. Dessen Statement bei den Schlossfestspielen hat ihr offenbar doch gestunken.
Eine etwas andere Ausgabe von Regensburg Analog. Robert Riedl hat sich mit Thomas Krahe unterhalten – Sozialpädagoge, Trauma-Berater und Friedensaktivist. Krahe hat mit Suchtkranken und Geflüchteten gearbeitet und war in mehreren Kriegsgebieten; unter anderem im Iran, in Kurdistan, Jugoslawien und im Baskenland.
FDP, CSU und AfD stimmten dagegen: die AfD wird auch die nächsten sechs Jahre keinen Verwaltungsbeirat stellen. Wasser in den Wein der moralischen Einigkeit gab es dennoch.
Ein KI-Rechenzentrum für Wenzenbach? Das mögliche Aus für den mittelalterlichen Abbachhof mit seiner fast tausendjährigen Kapelle? Angeblich geplante Milliardeninvestitionen und viele offene Fragen. Eine Spurensuche.
Sozialpädagoge, Trauma-Berater und Friedensaktivist. Thomas Krahe hat viele Berufungen. Er hat mit Suchtkranken und Geflüchteten gearbeitet und war in mehreren Kriegsgebieten; unter anderem im Iran, in Kurdistan, Jugoslawien und im Baskenland. Sein Leben steht ganz im Zeichen des gewaltfreien Widerstands. Wir sprechen mit ihm darüber, wie es sich anfühlt im Krieg zu sein. Was traumatisierte Soldaten über ihre Einsätze erzählen. Und welche Bedeutung Individualität, Gemeinschaft und Freiheit für ihn haben.
Der Stadtrat lehnt den Bürgerentscheid gegen die Sallerner Regenbrücke ab. Damit ist die bei dem Thema gespaltene Koalition halbwegs gesichtswahrend aus dem Spiel. Nicht auf das Spiel der AfD ließ sich die Landrätin bei ihrem Sommerempfang ein.